Energetisches Stadtquartierskonzept Springe

Neuigkeiten

Aktuelle Ausgabe unseres Newsletters für Mai 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Meldungen zum Klimaschutz überschlagen sich auch im vergangenen Monat wieder. Ein Schwerpunkt liegt diesmal
auf der Dringlichkeit schnellen Handelns:

  • Das Bundesverfassungsgericht stellt fest, dass die Klimapolitik der Bundesregierung die Freiheitsrechte kommender Generationen
    unzulässig beschneidet und beim Klimaschutzgesetz nachbessern muss.
  • Die internationale Energieagentur stellt fest, dass keine Investitionen mehr in fossile Energie-Infrastrukturen mehr gemacht werden
    dürfen, wenn Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden solle. Nach 2035 dürfte demnach auch kein Auto mit Verbrennungsmotor mehr
    verkauft werden, damit eine stabile und bezahlbare Energieversorgung bei robustem Wirtschaftswachstum erhalten wird.
  • Am 5.5. hat Deutschland den diesjährigen Earth-Overshoot-Day überschritten – den Rest des Jahres leben wir von Ressourcen, die nicht
    nachhaltig zur Verfügung stehen – finanziell würde man sagen: wir leben seit dem 5. Mai über unsere Verhältnisse.

 

Doch wo die Not am Größten, ist das Rettende so nah. Über staatliche Förderung zur Gebäudesanierung wurde schon im letzten Newsletter berichtet.
Weitere Ideen zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbau sind:

  • einen realistischen Überblick, wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann, zeigt die Studie „Klimaneutrale Energiewende 2045“
    des Thinktanks Agora Energiewende. Einen zusammenfassenden Vortrag mit Diskussion der Ergebnisse gibt es jetzt in Netz zu sehen.
    Sehr informative Infos über die Hintergründe, Herausforderungen und mögliche Lösungen für enkeltaugliche politische Entscheidungen.
  • Die von der KEAN verliehene Grüne Hausnummer zeichnet vorbildlich sanierte Gebäude aus und gibt Anregungen Lösungen vor.
  • Das BAFA hat die E-Lastenradförderung verstetigt: 25% Zuschuss erhält, wer das Lastenrad plausibel gewerblich oder im Verein einsetzen will.
    Das Rad muss mindestens 120 kg tragen können und deutlich mehr Ladevolumen als ein normales Rad haben.

Mehr unten im Newsletter.

Eine interessante und anregende Lektüre wünscht Ihr Sanierungsmanager,
Boris Schwitalski


Solarförderung nochmals verbessert

In Niedersachsen werden Batteriespeicher jetzt nochmals verbessert gefördert. Wer jetzt die Sonne zum Tanken nutzen will, bekommt damit Anreize für die Geldanlage auf dem eigenen Dach.

Solar-Ladepunkte (Wallboxen)
Die KFW bietet ein Förderprogramm für private Ladestationen für Elektroautos in/an Wohngebäuden. Der Zuschuss beträgt 900,- € sofern ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien genutzt wird.  

Batteriespeicher 

Die NBank fördert Batteriespeicher mit bis zu 40 % der Kosten, bei gleichzeitigem Neubau oder Erweiterung einer PV Anlage von mindestens 4 kWp. An die Speicher sind Qualitätskriterien gestellt, die einen langfristigen Betrieb auch zur Netzregulierung sicherstellen sollen.

Die Förderung von KfW und NBank berücksichtigen die technischen Anforderungen dazu bereits. Als Bonus gibt es dann für eine lastmanagementfähige Wallbox weitere 500,- € und für eine aufgeständerte PV-Anlage über Parkflächen 20,-€/m² Modulfläche.


In Verbindung mit Dachdämmung:
Wenn für das Dach, auf das die Solaranlage installiert werden soll, eine Sanierung mit Verbesserung der Dämmung sinnvoll erscheint, dann kommt zudem die Förderung von
 KfW  und  Region infrage. Einen Überblick über alle Fördermittel für Springe gibt es im Förderkompass der Region und bei der Energieberatung des Sanierungsmanagements.

 


Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist in Kraft getreten

Am 1. November ist das Gebäudeenergiegesetz in Kraft getreten. Durch die Zusammenfassung mehrerer Gesetze müssen Planer jetzt nur noch eine Verordnung beachten, ansonsten finden sich die Änderungen eher im Detail. Wichtigste Änderung für Ölheizungsbesitzer: ab 2026 dürfen keine Ölkessel mehr eingebaut werden, sofern es andere Möglichkeiten gibt.
Nicht verschärft wurden die Anforderungen an Neubauten. Damit hängt der gesetzlich geforderte Standard dem Stand der Technik und den Anforderungen an nachhaltiges Wohnen weit hinterher.
ABER: Wer heute besser baut, ein Effizienzhaus 55 oder 40, der bekommt sein Haus dank der guten KfW-Förderung i.d.R. günstiger als derjenige, der „nur“ den Mindeststandard baut.


Das Solarkataster der Region ist online

Das Solarkataster der Region Hannover ist freigeschaltet (Mehr Infos hier). Dort kann jetzt jede*r Hauseigentümer*in für sein Haus ermitteln, wie hoch die potentiellen Erträge seiner Dachflächen sind. Für das Rathaus Springe sieht die Auswertung (hier nur der Dachfläche Ost) wie folgt aus: 

Über den Link „Ertragsrechner Photovoltaik“ erhält man nach Eingabe weiterer individueller Gebäudedaten
eine ausführliche Aufstellung der möglichen Erträge. Der Ertragsrechner ersetzt nicht eine
Gebäudebetrachtung vor Ort, die vor Auftragsvergabe auf jeden Fall erfolgen sollte. Das
Sanierungsmanagement hilft Ihnen hier weiter.

 

 

 


WICHTIG: PV Bestandsanlagen eintragen!

Alle Betreiber von Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern sind verpflichtet, diese im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur einzutragen. Für Altanlagen läuft die Frist zum
Nachtragen am 31.12. ab. Neuanlagen sind ohnehin innerhalb eines Monats anzumelden. Mit dem Marktstammdatenregister möchte die Bundesnetzagentur einen Überblick über die bestehenden Erzeugungsanlagen bekommen, als Grundlage für die weitere Ausbauplanung der Erneuerbaren Energien.
Weitere Informationen beim Solarenergie-Förderverein SFV.


Dach-Solar Förderung der Region

Seit Anfang des Jahres fördert die Region gut gedämmte Dächer mit Photovoltaik- oder
solarthermischen Anlagen mit zusätzlichen 50,-€ pro Quadratmeter Dachfläche. Das Programm ist
optimal für alle, die vor der Installation der Solaranlage ihr Dach fit machen wollen – oder für
diejenigen, die sich ihre anstehende Dachsanierung mit einer Solaranlage (kostendeckend) krönen
möchten.

Wer wissen möchte, wer sein eigenes Haus zukunftsfähig machen kann, dem hilft das Beratungsangebot, das wir im Rahmen des Projektes anbieten. Informationen dazu finden Sie hier oder melden Sie sich bei Boris Schwitalski unter 05041-6459-6417


Infos vom Sanierungsmanagement

Telefonisch ist die Energieberatung die ganze Woche erreichbar (05041 6459 6417).

Wir setzten die Vortragsreihe digital um. Gleich kommende Woche starten wir mit dem ersten Vortrag: Ein warmes Haus mit Geld vom Staat. Zahlreiche Fördermittel von Bund, Ländern und Region stehen bereit, um Menschen bei Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen. Bei der richtigen Maßnahmenkombination sind bis zu 45% Zuschuss möglich.
Diese Themen wird der Sanierungsmanager der Stadtwerke Springe an dem Abend beleuchten. Wir versuchen auch im virtuellen Raum alle Fragen zu beantworten.
Der Vortrag findet online statt, am Dienstag, den 01.12.2020 um 19°° Uhr

 


Stand des Projektes „Springe in die Zukunft“(Oktober 2020)

Die drei Quartierskonzepte von Springe-in-die-Zukunft sind fertig geschrieben und zur Prüfung eingereicht. In den nächsten Wochen werden wir Ihnen Details daraus erläutern.

Nach den Sommerferien ist das Programm von „Springe in die Zukunft“ wieder angelaufen. Der erste Vortrag zu Photovoltaik und Elektromobilität war ausgebucht, fünf Interessierte mussten an die Webinare von Verbraucherzentrale und Klimaschutzagentur verwiesen werden

. Das Energieberatungsangebot von „Springe in die Zukunft“ erfreut sich einer zunehmenden Bekanntheit. Die Beratungsanfragen zu Gebäudesanierung, Heizungstausch, Fördermitteln, Feuchte im Haus und natürlich erneuerbaren Energien sind konstant am Steigen. Die Beratung ist kostenlos, in der
Kernstadt Springe auch mit einer Begehung vor Ort. Für die Ortsteile finden die Beratungen in Kooperation mit Klimaschutzagentur und Verbraucherzentrale statt

 


Neues von der Fernwärme in Springe – Die Wärme fließt!

    •  Die Hausanschlüsse der Fernwärme werden derzeit fortlaufend fertiggestellt.
    • Die Technik bewährt sich. Mit den üblichen am Anfang erforderlichen Feinjustierungen läuft die Wärmeversorgung des ersten angeschlossenen Objektes jetzt fehlerfrei.
    • Aktuelle Informationen zu Baustellen und Straßensperrungen sind im Baustellenfinder der Stadtwerke nachlesbar

 

Wissenswertes

Wissen Sie, wie viel Strom Sie verbrauchen? Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank? Wie viel verbraucht ein Pedelec? Und wie groß ist der Unterschied zum Auto?

Diese Rechnung schafft Klarheit: Bei dem aktuellen Deutschland-Strommix von 565 g/kWh CO2 ergibt sich eine Belastung pro Kilometer von 4,52 Gramm CO2 nur durch den Fahrbetrieb und 0,86 Gramm CO2 für die Akku-Herstellung. Also insgesamt 5,4 Gramm CO2 bei einer täglichen Fahrstrecke von 15 Kilometern. Für Pedelec-Nutzende mit Ökostrom-Bezug oder PV-Anlage entfällt in der Regel die CO2-Emission, also fährt man dann emissionsfrei! Die 5,4 g CO2 fallen also nicht wirklich ins Gewicht, wenn Sie Pkw-Kilometer ersetzen.

Das ergibt sich auch aus dem jährlichen Verbrauch eine Pedelec. Bei 15 km/Tag sind das 44 kWh pro Jahr! Dieser Verbrauch entspricht übrigens dem Energiegehalt von ca. 4,4 liter Diesel, also vielleicht gerade mal 100 Kilometer Fahrstrecke gegenüber 5.475 Kilometer pro Jahr mit dem Pedelec!

Dieses Beispiel zeigt wunderbar das Emissionsminderungspotenzial von Fahrrädern! Und damit wünschen wir immer guten Tritt und viel Spaß beim radeln!